Team SCHERER eSPORT gewinnt zwei Titel.
Massenphänomen E-Sport – der Wettkampf in Video- und Computerspielen boomt. Milliarden Menschen weltweit zocken am Bildschirm, Hunderte Millionen schauen bei E-Sports-Events zu. Auch der Motorsport mischt in diversen SIM-Racing (=Simulated Racing) Serien munter mit. Mit unserem Team SCHERER eSPORT konnten wir jetzt zwei Titel auf der virtuellen Nürburgring-Nordschleife gewinnen.
Früher belächelt, heute ein Milliardenmarkt. Das hat auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) erkannt und veranstaltet in diesem Jahr erstmals olympische E-Sports-Spiele. Im Motorsport sind wir im zweiten Jahr mit dem Team SCHERER eSPORT in der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) vertreten, die immer dann, wenn der echte Motorsport in die Winterpause geht, Fans und Fahrer in ihren Bann zieht. Wie in der realen ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie kämpfen Fahrer in der DLNS auf der legendären Rennstrecke in der Eifel in verschiedenen Klassen um Punkte und Trophäen, dabei ist das digitale Pendant eine reine Teammeisterschaft.
Nachdem wir bereits in unserer ersten Saison die Porsche Esports Endurance Trophy Nürburgring (PEETN) für uns entscheiden konnten, waren in der gerade zu Ende gegangenen Saison mit Luca Alpert, Raphael Rennhofer, Michael Teusch und Sven Winter insgesamt vier starke E-Racer für SCHERER eSPORT am Start. Alle sehr erfolgreich, denn wir konnten erstmals parallel die Titel in gleich zwei Klassen erringen: Sowohl die Mannschaft mit dem Porsche 911 GT3 Cup als auch das Team mit dem Renault Clio in der neuen SP3-Klasse krönten sich in der DNLS zu Champions. Vielleicht wundert sich nun der ein oder andere, warum wir hier mit dem Renault Clio fahren. Ganz einfach: Er ist aktuell in der SP3-Klasse das Auto mit den neusten Updates und somit bewiesenermaßen größtmöglichen Siegchancen.
„Unglaublich! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, strahlte Raphael Rennhofer. Der talentierte Österreicher und sein Mitstreiter Luca Alpert holten für SCHERER eSPORT nicht nur den DNLS-Titel, sondern gewannen auch unseren zweiten Titel in Folge im parallel ausgetragenen Markenpokal der PEETN. Das zweite siegreiche SCHERER eSPORT-Duo Michael Teusch und Sven Winter musste beim packenden Saisonfinale alles geben: Winter kämpfte mit technischen Problemen an Lenkrad und Bildschirm, Teusch litt unter einem gebrochenen Wadenbein. Trotzdem retteten sie mit einer starken Teamleistung ihren Renault Clio mit einem knappen Vorsprung ins Ziel und krönten das vierte Rennen mit dem vierten Klassensieg.
„Herzlichen Glückwunsch an unsere vier erfolgreichen e-Sportler“, gratuliert Christian Scherer. „SIM-Racing bietet nicht nur spannende Renn-Action in der Winterpause, sondern ermöglicht es uns auch, junge Talente zu fördern, da der e-Sport einen kostengünstigen Einstieg in den Motorsport bietet.“
Die Übergänge zwischen „echtem“ und virtuellem Motorsport sind dabei fließend: Professionelle SIM-Racing-Setups mit Lenkrad, Rennsitz, gewölbten Monitoren und der realitätsnahen Software iRacing haben nur noch entfernt mit der Spielekonsole zu Hause zu tun. Professionelle Rennfahrer – darunter z.B. auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen – bereiten sich mit SIM-Racing Wettbewerben auf kommende Rennen vor. Erfahrene e-Racer landen im virtuellen Duell dabei oftmals noch vor den bekannten Motorsport-Stars. Und einige starke e-Racer haben sogar den Weg auf den echten Rennasphalt geschafft, wie beispielsweise der Norddeutsche Jan von der Heyde, der sich durch seine Erfolge am Computer für die amerikanische Prodigy Three Championship qualifizierte und inzwischen mit einem Sportwagen auf legendären US-Rennstrecken wie Sebring und Homestead antritt. Bekanntestes Beispiel für den Sprung aus dem Wohnzimmer ins reale Renn-Cockpit ist der leidenschaftliche Gamer Jann Mardenborough, der sich 2011 virtuell gegen 90.000 Mitspieler durchsetzte, einen Start beim echten 24-Stunden-Rennen in Dubai gewann und später professioneller Rennfahrer wurde. Die Lebensgeschichte des Briten schaffte es durch den Film „Gran Turismo“ sogar auf die Kino-Leinwand.