Sieg für SCHERER SPORT PHX nach spannendem Kampf bei 24h Nürburgring Qualifiers
Dem Team SCHERER SPORT PHX gelang bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers vom 17. bis 19. April am Sonntag die Neuauflage eines fantastischen Duells. Christopher Haase (D) lieferte sich im Audi R8 LMS des Teams wie schon vier Wochen zuvor im NLS-Rennen einen heißen Führungskampf mit dem niederländischen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen. Erstmals wechselten sich auch die beiden Briten Ben Green und Alexander Sims im Cockpit des Audi Nummer 16 mit dem Deutschen ab. Ihr Vorsprung betrug am Ende 28,024 Sekunden. Zu dritt werden sie am 16./17. Mai die 24 Stunden Nürburgring bestreiten.
„Wir haben am Sonntag ein wichtiges Rennen gewonnen und den Zuschauern gute Unterhaltung geboten“, freute sich Christian Scherer, CEO der Scherer Gruppe. „In erster Linie ging es uns an diesem Wochenende darum, verschiedene Programme abzuarbeiten, um gründlich auf das größte Rennen des Jahres vorbereitet zu sein. Umso schöner, wenn dann auch noch so ein erstklassiges Ergebnis herausspringt. Danke an unsere Fahrer und an das gesamte Team.“
Der 38 Jahre alte Profi-Pilot Christopher Haase hatte im morgendlichen Top-Qualifying Startplatz drei erzielt. Bereits in der ersten Runde überholte er auf der Döttinger Höhe aus dem Windschatten heraus Thomas Preining im Porsche. Fünf Minuten später schnappte sich der Scherer-Pilot auch den vor ihm liegenden Ferrari und übernahm die Spitze. Nach einer knappen halben Stunde gelang es Max Verstappen, im Mercedes die Führung zu übernehmen. Rundenlang fuhren Haase und Verstappen wie entfesselt, lagen zeitweise gleichauf und mussten den Verkehr der überrundeten Teilnehmer managen. „Das war ein hartes Stück Arbeit, hat aber riesigen Spaß gemacht und Max war durchweg fair“, zeigte sich Christopher Haase nach dem Zweikampf begeistert. „Wir mussten uns die Balance des Autos im Laufe des Wochenendes Stück für Stück erarbeiten.“ Nach sieben Runden übergab der Deutsche seinen blau-weißen Audi beim Boxenstopp an Alexander Sims.
Der Brite hielt zunächst den zweiten Platz. Als der Rennwagen von Verstappen nach zehn Runden an die Boxen musste, übernahm Sims die Spitze und gab sie nicht wieder ab. Kurz nach Rennmitte überließ er das Cockpit in Runde 14 seinem Landsmann Ben Green. „Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder in den Rhythmus kam und alle meine Sinne auf die Nordschleife eingestellt waren“, bekannte Sims. „Ich habe darauf aufgepasst, die Reifen nicht zu überlasten. Deshalb haben sich die Rundenzeiten bis zum Ende auch nicht verschlechtert.“
Während der Brite bereits vor drei Jahren in einem Audi R8 LMS des Teams aus Meuspath am Start war, kam Green bei den Qualifiers erstmals mit dem Audi in Kontakt. Er fand sich auf Anhieb gut zurecht. „Natürlich war es nochmal ein anderes Auto als die GT3-Rennwagen, die ich zuvor gefahren bin“, so Green. „Als Fahrer muss ich mich rasch anpassen können. Das hält den Verstand wach und macht viel Spaß. In meinem Doppelstint konnte ich mich gut an den Audi gewöhnen. Danke an das Team für das tolle Wochenende.“
Ron Moser, Teamchef SCHERER SPORT PHX, zog nach dem Wochenende ein positives Fazit: „Dieser Sieg dieses Fahrerteams bei seinem ersten gemeinsamen Rennen war beeindruckend. Christopher, Alex und Ben haben wunderbaren Motorsport geboten. Das Team hatte ein ordentliches Pensum Arbeit zu bewältigen. Der Lohn war, dass wir uns stetig gesteigert haben und sich das Auto am Sonntag am besten angefühlt hat. Unsere Fahrer fanden sofort dieselbe Linie bei der Abstimmung, fuhren schnell, sind zuverlässig und sehr belastbar. Wir freuen uns schon auf das 24-Stunden-Rennen.“
Überschattet wurde das Rennwochenende auf dem Nürburgring von einem traurigen Ereignis: Die Rennleitung brach das erste Rennen am Samstag nach 25 Minuten aufgrund eines schweren Unfalls ab, bei dem der Rennfahrer Juha Miettinen ums Leben kam. SCHERER SPORT PHX brachte ebenso wie die anderen Teams sein Mitgefühl mit den Hinterbliebenen zum Ausdruck. In der Startaufstellung des zweiten Rennens praktizierten alle Teilnehmer am Sonntag eine Gedenkminute für den verunglückten Schweden.